Jäten und naschen im Frühling

Die so genannten Beikräuter sind hart im Nehmen. Angepasst an natürliche Gegebenheiten überleben sie selbst den kältesten Winter ohne Probleme. Brennnessel, Scharbockskraut und Gänseblümchen – um nur einige zu nennen – wohnen schon in unseren Beeten, wenn Gemüse noch gar nicht gesät ist. Doch viele Beikräuter sind essbar und zählen nur deshalb nicht zu den Gemüsen, weil der Ertrag ziemlich gering ist. Besonders im Frühling, wenn Freiland-Gemüse noch allzu rar ist, sind „Unkräuter“ eine wertvolle Ergänzung.

Beim Jäten naschen

Zugegeben, direkt beim Jäten kosten ergibt ein recht erdiges Vergnügen. Meist zahlt es sich daher aus, die Pflänzchen vorher zu waschen 😉

Scharbockskraut, Gänseblümchen und Brennnessel

Scharbocksraut enthält ganz viel Vitamin C (ab der Blüte sollte es jedoch nicht mehr gegessen werden), Gänseblümchen und Brennnesseln regen den Kreislauf an sollen entwässernd wirken. Mit etwas Zwiebel nur ganz kurz angebraten – köstlich! Auch als Salat möglich, ich dünste die Brennnesseln aber kurz, damit sie nicht auf der Zunge brennen.

Scharbockskraut mit Knolle

Beim jungen Scharbockskraut ist es möglich, das ganze Kraut zu nehmen (beim Jäten kommt ohnehin alles aus dem Boden). In den kleinen Knöllchen überwintert das Kraut. Sie enthalten relativ viel Stärke. Sobald das Kraut seine gelben Knospen zeigt, ist es besser, einfach die Schönheit zu genießen. Die Blätter lagern dann Giftstoffe ein, die den Organismus belasten können.

Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!

Recht hat er! Beim Sammeln von Wildkräutern, Wildgemüse, Wildobst oder Pilzen gilt immer: Iss nur, was du WIRKLICH!!! kennst. Bei Unsicherheiten ist es besser, ExpertInnen zu fragen oder an einem Erkennungskurs teilzunehmen. Abbildungen im Internet können in die Irre führen.

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