Stress und Zivilisationskrankheiten – wo ist der Zusammenhang?

Stress nimmt in der Fachmeinung heute einen hohen Stellenwert bei der Entstehung von Krankheiten ein. Ob es ein angeschlagenes Immunsystem ist, Herzerkrankungen oder Verdauungsbeschwerden – neue Forschung zeigt deutlich, wo Zusammenhänge zu finden sind.

Die Krähe kann flüchten, uns gelingt das im Alltag nicht mehr so leicht.

Stress und körperliches Wohlbefinden

Die Stressforschung zeigt uns heute sehr deutlich, wie seelische Spannung und körperliches Unwohlsein bis hin zu Krankheiten zusammenhängen. Bei akutem Stress oder alten Belastungen, die noch nicht ganz abgebaut sind, erzeugt unser Körper Stresshormone. Diese dienen der körperlichen Aktivierung, um auf Gefahr rasch und kraftvoll (etwa durch Flucht oder Kampf) reagieren zu können. In der früheren Menschheitsgeschichte war das ganz wichtig, denn nur durch viel Kraft in den Muskeln konnten Menschen vor Gefahren fliehen oder gegen Gegner kämpfen.

Wirkung der Stresshormone:

  • Bereitstellen von Energie in Form von Mobilisierung des Blutzuckers
  • Erweitern der Bronchien, so kann Sauerstoff rasch ins Blut gelangen
  • Erhöhung des Blutdrucks für raschen Bluttransport
  • fahren die Verdauungstätigkeit zurück, um genug Energie für Muskeln zu haben
  • fahren das Immunsystem zurück, um alle Reserven in die Muskeln pumpen zu können
  • Muskeln werden optimal versorgt und können schnell und kraftvoll reagieren.

Stressantwort als Falle für den Körper

Heute sind wir nur noch selten in der Lage, akuten Gefahren durch Flucht oder Kampf begegnen zu müssen. Doch unser Körper reagiert immer noch gleich, auch wenn der Stress im Büro am Schreibtisch auftritt. Zunehmende Konzentrationen an Stresshormonen können zu Herzbeschwerden, Diabetes und vielen andere typischen Zivilisationskrankheiten führen. In der psychologischen Beratung gibt es zielgerichtete Methoden, akuten oder alten Stress abzubauen und das seelische Gleichgewicht wieder auf „Entwarnung“ zu stellen.

Was Sie sofort tun können

Stress ist ein neurologisches Phänomen. Der Geist nimmt über die Sinnesorgane Gefahr oder Überlastung wahr. Daher ist erster Anknüpfungspunkt die Wahrnehmung. Nicht alles, was wir als Bedrohung erkennen, ist tatsächlich gefährlich. Überlegen Sie sich das einmal in aller Ruhe. Sollte keine Besserung eintreten und Sie keine neuen Perspektiven und damit Entspannung finden, kann Sie psychologische Beratung tatkräftig unterstützen.
Im Körper entstehen NACH der Wahrnehmung von Stress Stresshormone, die zu einer Reihe von Stressantworten führen (Sie finden eine Auswahl in der Aufzählung oben). Auf körperlicher Ebene geht es darum, schon bestehende Stresshormone abzubauen. Das geht am besten durch sportliche Betätigung. Es muss gar kein Marathon sein, schon ein kraftvoller Spaziergang oder ein paar Minuten Gymnastik im Büroalltag können effektiv zum Sinken des Stresshormonpegels beitragen.

Kontakt:
Mag. Eva Ruth
dipl. psychologische Beraterin
Tel.: 0699/1177 3696
E-Mail: office@eva-ruth.at

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